Erstaunlich eiegntlich eher unglaublich vor knapp 10 Jahren habe ich diese Menschen hier in Brasilien das erste Mal gesehen, sie umarmt mit ihnen gelacht und mit ihnen gelebt, damals waren es noch Menschen, die dann zu meiner Famile wurden und bis heute meine Familie am anderen Ende der Welt geblieben sind. Sicherlich ändern sich Dinge, man wird älter, reifer, weiss vielleicht genauer was man im Leben erreichen will, hat studiert oder studiert noch, arbeitet schon, hat seine eigene kleine Familie aufgebaut etc. eines ist allerdings gleich geblieben, die Art und Weise miteinander umzugehen sich zu respektieren, zu lieben, zu unterhalten und zu helfen. Seit meiner ersten Ankunft in der Familie hat sich einiges verändert aber eigentlich fühlt es sich auch immer noch an wie früher. Jedesmal wenn ich ins Flugzeug steige und Richtung Brasilien fliege habe ich dasselbe Gefühl, ich fliege nach Hause und wenn ich dann dort angekommen bin ist es so, als wenn ich nie weg gewesen wäre. Öfter ergab sich mir schon mal die Erleuchtung wie man den Atlantik einfach verschwinden lassen könnte um beide Kontinente nebeneinander zu haben, oftmals habe ich schon dran gedacht, wieso hast du eigentlich dein Jahr in der Ferne nicht in Europa verbracht, wieso zieht es dich immer an die Orte, die sich meilenweit entfernt befinden? Eine Antwort gab es darauf noch nicht. Eins ist klar, Südamerika und Mittelamerika sind genauso meine Heimat geworden in den letzten Jahren, wie es Deustchland immer gewesen ist. Wer weiss welcher Ort und welches Land auf der Erde sich noch als meine Heimat entpuppen wird. Leider ist sie nun vorbei die Zeit in einem der schönsten Teile der Erde die ich je sehen und in denen ich leben durfte. Nach einem aufregenden Jahr in Costa Rica folgten 3 unglaublich schöne Monate in Brasilien. Strand, Carneval, Familie, Churrascos, Freunde, viel Sonne, das ein oder andere Bier und der ein oder andere Caipirinha, die unendlichen Busfahrten, Großstädte, neue Orte neue Menschen neue Freunde aus anderen Südamerikanischen Ländern. Schwer zu glauben das das alles vorbei ist und man zurück zur Realität kehrt. Ob ich will, kann sich jeder selber eventuell beantworten. Ehrlich gesagt nein, ein Leben in Brasilien wäre der Traum, hier Leben, den brasilianischen Alltag tagein und tagaus erleben, auf den Cristo schauen und zu wissen ja hier bin ich richtig hier bin ich zuhause würde ich als erreichtes Ziel bezeichnen. So sehr ich Brasilien in meine Herz geschlossen habe und fest hoffe, in nicht allzuferner Zukunft hier mein weiteres Leben zu verbringen gibt es auch viele Dinge die ich an Deutschland vermisse. Ich habe in den letzten Monaten so einiges an Deutschland schätzen gelernt und freue mich einerseits auch wieder auf die Heimat. Unvorstellbar ist es trotzdem ab Donnerstag wieder in dem kalten Deutschland zu sein, dem deutschen Stress ausgesetzt, und voller Hoffnung, dass die Deutsche Bahn nicht streikt. Was ich hier besonders vermissen werde ist diese Lebenseinstellung, wenn ich mich aufrege und ärger über das Problem existiert es ja trotzdem weiter und wenn ich morgen sterbe hat sich das ärgern nicht gelohnt und ich habe meinen letzten Tag verschwendet über ein Problem zu grübeln, was heute wohl immer noch existiert. Ruhe bewahren ist wohl eine der Sachen die ich mir besonders ans Herz gelegt habe, nach über einem Jahr in Lateinamerika bleibt einem aber auch nichts anderes übrig, als sich diesem anzunehmen, ansonsten hat man es sehr schwer sich in einem dieser Länder frei zu bewegen und wohlzufühlen. Etwas Angst ist bei der Rückkehr nach Deustchland auch mit im Spiel, ich habe die letzten Tage eher wenig Ruhe in meinem Kopf gehabt, zuviele Gedanken schwirren dort herum.
Das wird wohl mein letzter Beitrag aus der Ferne sein vorerst. Ab morgen Abend sitze ich auf dem Heimweg von Salvador nach Frankfurt im Flugzeug und heute werde ich noch meine letzten Stunden in Rio de Janeiro geniessen, ein letztes mal an der Copacabana, dem Ipanema Strand und im Centro lang schlendern. Heute morgen habe ich mit einer Freundin, die in einem Strassenkinderprojekt arbeitet eine Favela besucht. Da wird einem wieder ganz deutlich, so stark Brasilien wächst und vom 3 Welt Land zum Schwellenland geworden ist, hat es eindeutig einen großteil der Bevölkerung in diesem Wachstum vergessen, denn die Slums wachsen auch, aber nicht in eine positive Richtung.........Es gibt mehr als 600 Favelas alleine in Rio de Janeiro, niemand weiß genau wieviele Menschen dort wohnen und wieviele Einwohner Rio eigentlich wirklich hat......ein interessanter Abschluss meines Aufenthaltes......
Anne
"the world is a book, and those who do not travel only read one page" St.Augustin
Dienstag, 15. März 2011
Freitag, 4. Februar 2011
Mittwoch, 26. Januar 2011
von Klimaanlagen, Schwitzen und Naturkatastrophen
| Joao |
Viel neues ist hier seitdem nicht passiert.....
Anne
Dienstag, 4. Januar 2011
Brasilien que Saudade
Da war es aufeinmal vorbei, das Leben in Costa Rica, krass und immer noch etwas unbegreiflich sitze ich gerade bei Andrea Sebben in Porto Alegre auf dem Sofa und schreibe diesen Blog, der eigentlich schon vor meiner Abreise überfällig war, aber wie immer war ich einfach zu faul und hatte die letzten Tage in Costa Rica nicht wirklich viel Zeit, es gab zuviel zu organisieren Koffer packen artete in Stres aus und sich von all den ganzen Freunden zu verabschieden war nicht so einfach zu organisieren.
Ich hätte mir den Abschied schlimmer vorgestellt, es lief eigentlich ganz ruhig ab, nicht so emotional wie bei meinem Abschied aus Brasilien, wo ich schon 2 Monate vorher mit heulen angefangen habe. Weihnachten habe ich ganz im Sinne der Familie verbracht, Das Klima war ok, die Art und Weise wie meine Familie Weihnachten feiert war einfach nur grandios und an das Essen kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Einfacher wäre es wenn man die ganze Familie einfach vereinen würde in einem Haus, aber einfach ist eben nicht Ticosache, sondern kompliziert und umständlich = Costa Rica.
Wir sind also von Haus zu Haus und haben jedes einzelnes Familienmitglied besucht. Zur Begrüßung gab es immer 2 oder 3 Kurze und ein Bier oder einen Wein. Meine Familie ist groß verdammt groß, deswegen kann ich mich auch nicht mehr genau an unser Abendessen erinnern, da wir nachdem wir dann endlich unseren Rundkurs beendet hatten die 7 Häuser abgeklappert und den Cacique (Costaricanischer Alkohol) in jedem dieser Häuser gekillt hatten nicht mehr ganz klar im Kopf waren, also ich hatte zumindest keinen klaren Kopf mehr und war froh, als ich dann irgendwann in der früh endlich ins Bett fallen konnte. Der nächste Tag stand ganz im Sinne des Kofferpackens Zimmer räumens und Abschiedsessen mit der ganzen Familie. Am 26 Dezember ging es dann auch schon los. Meine Gastfamilie hat mich zum Flughafen gebracht und dann ging alles ziemlich schnell Check In und ich habe mich so schnell wie möglich verabschiedet, Ich hasse Abschiede und wollte nicht, dass wir bis zur letzten Minute aufeinanderhocken und uns was vorheulen. Da saß ich nun allein am Flughafen und genoss den Ausblick auf die Costaricanische Landschaft. Voller Vorfreude auf Brasilien ging es mir eigentlich echt gut, der Abschiedsschmerz war da, aber die Euphorie bald wieder in Brasilien zu sein linderte alles ein wenig. Das änderte sich alles ziemlich schnell, die Ruhe war bald vorbei da mein Flug erst nach über 1h Verspätung endlich in Richtung Panama abhob. War natürlich klar, dass der Flug von Panama nach Rio de Janeiro sich damit natürlich erledigt hatte. So hiess es also noch eine Nacht Panama City geniessen. Copa Airlines hat ja das Hotel und alles bezahlt. Ich habe die Chance genutzt mich noch von Freunden zu verabschieden und hab mich nochmal ein letztes Mal ins Centroamerikanische Nachtleben geschmissen. Da mein Flieger erst am nächsten Abend ging gegen 9 und es den ganzen Tag wie wild regnete in Panama, hab ich den Tag im Kingsize Bett vorm Fernseher gechillt und war froh, als es endlich weiter ging nach Brasilien. Der Flug nach Rio de Janeiro war ruhig ich hatte die komplette Sitzreihe für mich und konnte somit richtig gut schlafen und bin erst pünktlich zum Frühstück wieder aufgewacht. In Rio ging der ganze Stress dann nochmal los. Copa Airlines hatte es leider irgendwie verpennt meinen Weiterflug nach Porto Alegre auch noch umzubuchen, das ganze Schauspiel zog sich dann noch gute 2h hin, keiner fühlte sich verantwortlich, das übliche eben. Irgendwann ging es dann aber doch und ich konnte einchecken. Das erste was ich in Brasilien gegessen habe war natürlich Pao de Queijo. Als Überraschung war meine Gastfamilie extra zum Flughafen gekommen, um mir die Zeit bis zu meinem Weiterflug zu versüßen. Es war so toll sie wiederzusehen nach knapp über einem Jahr. Und es kam mir wieder so vor wie beim ersten Mal. Mein Portugiesisch muss ich sagen hat sehr gelitten unter dem Spanisch das ganze Jahr, also hiess es wieder mit Händen und Füßen kommunizieren. Endlich angekommen in Porto Alegre hat mich Gabriela ( habe ich in Costa Rica zusammen mit Andrea kennengelernt) und wir sind erstmal ins neue Zu Hause gefahren. Nun bin ich seit nciht ganz ner Woche hier und fühle mich wieder wie zu Hause, ich habe viele neue Leute kennengelernt in der letzten Woche. Gabriela hat mich ertsmal ihrer ganzen Familie vorgstellt mir Porto Alegres tollen Orte gezeigt und wir haben viel erzählt und gelacht,Andrea hat mich ihrer Familie vorgestellt und ich fühle mich hier pudelwohl. Silvester haben wir mit Gabrielas Familie und Freunden verbracht über den Dächern von Porto Alegre war es einfach traumhaft die vielen Feuerwerke zu beobachten. Das letzte Jahr verging meiner Meinung nach viel zu schnell vorbei, ich denke oft an die Zeit in Costa Rica und denke oft darüber nach wie es nun genau weitergehen soll. Andrea und Gabriela helfen mir dabei sehr und dafür bin ich ihnen unheimlich dankbar. Man merkt eben sie sind eben auch Spezialisten auf ihrem Gebiet. Ich kann nicht mal genau sagen wieso ich mich zu ihnen hingezogen fühle, aber man könnte es Liebe auf den ersten Blick in Costa Rica nennen. Man lernt selten so wundervolle Menschen wie die beiden kennen. Ich hatte schon lange keine mehr so intensiven Konversationen und auch noch soviel Spaß dabei.
In diesem Sinne lass ich einfach mal die nächsten Wochen auf mich zukommen lassen und erstmal ein bisschen entspannen :-D Nach einem Jahr Zusammenarbeit mit Latinos habe ich das wirklich dringen nötig :-D
Ic habe vor langer Zeit eigentlich schon vorgehabt einen Blogeintrag online zustellen und hatte ihn sogar schon geschrieben, ich hänge ihn einfach hier noch mit an...... Fotos folgen sobald ich sie bekomme, ihr wisst ja Kamera weg und nu bin ich auf andere angewiesen :-D
December?Christmas?
Es ist Dezember, aber weihnachtliche Simmung kommt bei mir nicht auf. Zur Abwechslung regnet es zwar nicht, dafür stürmt es und ist unheimlich kalt. Gestern waren in San Jose um die 10 oder 11 Grad, bei mir zu hause 10 bis 15 km entfernt von San Jose hatten wir immerhin noch 13 bis14 Grad. Allerdings ohne Heizung im Haus ist es einfach nur kalt und man friert sich nachts richtig den A.... ab. Mich bedecken zur Zeit 3 Decken und dicke Socken verhindern das meine Füße sich in regelrechte Eisklumpen verwandeln. Ja da ist man minus Grade in Deutschland gewohnt, und denkt man kann hier doch nicht frieren, aber wie sehr ich im Moment die Heizung vermisse ist unbeschreiblich. Meine Gastfamilie hat einen riesen Weihnachtsbaum gekauft und der steht auch schon seit gut 2 Wochen hier rum, dazu kommt noch eine kleine Stadt die im hinteren Hausteil direkt vor meinem Zimmer aufgebaut wurde, etliche Kleinkram Weihnachtsschmucksachen und ein Haufen Lichterketten ums Haus herum. 2 Wochen hat der ganze Spass gedauert und ich habe unentlich viele Stühle Tische und sonstige Möbel mit meinem Gastdad von A nach B und dann nach C transportiert. Ich halte ja nicht soviel vom weihnachtlichen schmücken des Hauses und ich mag es dann auch gleich noch weniger, wenn das ganze Haus einmal umgeräumt werden muss. Jetzt steht alles, alle sind glücklich und ich kann das auch auf meiner To Do Liste abhaken.
Am Montag war mein offiziell letzter Arbeitstag im Büro, mit tollem Abschiedsfest, Bier und Wein. Offiziell letzter Arbeitstag, allerdings bleibe ich dem Büro noch etwas erhalten, zumindest, bis ich die Datenbank einmal komplett aktualisiert habe und in der Hoffnung, dass diese dann auch mit Liebe gepflegt wird. Ich bin nach zwischenzeitlichen Problemen im Büro zum IT Experten aufgestiegen was Global Link, Druckerpatronen, Lotus, Drucker im allgemeinen und überhaupt das Computerwesen angeht. Größte Herausforderung fürs Büro die Umstellung vom alten E Mailprogramm zu Google. Eigentlich total easy, gute 3h Skypekonferenz mit AFS International wo wirklich alles aber auch alles bis ins kleinste Detail erklärt wurde, wie was funktioniert und wie man die neuen Konten einrichtet und dann passiert es. Keine Ahnung wie und wieso, aber der zuständige hat wohl zuviel andere Sachen nebenbei gemacht, dass nachdem er dachte nun wäre alles gut alles falsch eingestellt wurde und zwar alle ein tolles neues Google Konto hatten, womit keiner was anfangen konnte. Der ganze Spass ging dann also von vorne los, Nenis und ich haben das dann einfach beide in die Hand genommen und nochmal ganz von vorne angefangen. Man hätte sich gute 2 Tage Arbeit sparen können,aber man kann sich natürlich auch 2 Tage Arbeit mehr machen. Ansonsen gab es nicht viel neues. Am 4. Dezember wurde AFS Costa Rica der Tag des Ehrenamts gefeiert. Da war einiges vorzubereiten, damit die Ehrenamtlichen an diesem Tag entspannen und feiern konnten. Wir haben eine Finca gemietet mit Poolanlage und haben etliche Spielgerätschaften und Verpflegung anreisen lassen, damit der Tag ein Erfolg wird. Seit Montag ist mein Programm also un beendet und somit habe ich super flexibe Arbeitszeiten, kann kommen wann ich will und gehen natürlich auch. Da ich keine Lust habe die ganzen letzten Tage zu Hause zu sitzen oder in San Jose rumzulungern kommt es mir gerade recht, dass noch was zu tun ist im Büro. Mir bleiben noch genau 10 Tage in Costa Rica, bevor mein Flugzeug in Richtung Brasilien abhebt. Der ganze Packstress geht gerade los, naja Packstress noch nicht eher das aussortieren der Sachen, die ich wohl hier lassen muss. Erstaunlich was man nach 11 Monaten so alles ansammelt.
Grüße aus der Ferne
Anne
Ich hätte mir den Abschied schlimmer vorgestellt, es lief eigentlich ganz ruhig ab, nicht so emotional wie bei meinem Abschied aus Brasilien, wo ich schon 2 Monate vorher mit heulen angefangen habe. Weihnachten habe ich ganz im Sinne der Familie verbracht, Das Klima war ok, die Art und Weise wie meine Familie Weihnachten feiert war einfach nur grandios und an das Essen kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Einfacher wäre es wenn man die ganze Familie einfach vereinen würde in einem Haus, aber einfach ist eben nicht Ticosache, sondern kompliziert und umständlich = Costa Rica.
Wir sind also von Haus zu Haus und haben jedes einzelnes Familienmitglied besucht. Zur Begrüßung gab es immer 2 oder 3 Kurze und ein Bier oder einen Wein. Meine Familie ist groß verdammt groß, deswegen kann ich mich auch nicht mehr genau an unser Abendessen erinnern, da wir nachdem wir dann endlich unseren Rundkurs beendet hatten die 7 Häuser abgeklappert und den Cacique (Costaricanischer Alkohol) in jedem dieser Häuser gekillt hatten nicht mehr ganz klar im Kopf waren, also ich hatte zumindest keinen klaren Kopf mehr und war froh, als ich dann irgendwann in der früh endlich ins Bett fallen konnte. Der nächste Tag stand ganz im Sinne des Kofferpackens Zimmer räumens und Abschiedsessen mit der ganzen Familie. Am 26 Dezember ging es dann auch schon los. Meine Gastfamilie hat mich zum Flughafen gebracht und dann ging alles ziemlich schnell Check In und ich habe mich so schnell wie möglich verabschiedet, Ich hasse Abschiede und wollte nicht, dass wir bis zur letzten Minute aufeinanderhocken und uns was vorheulen. Da saß ich nun allein am Flughafen und genoss den Ausblick auf die Costaricanische Landschaft. Voller Vorfreude auf Brasilien ging es mir eigentlich echt gut, der Abschiedsschmerz war da, aber die Euphorie bald wieder in Brasilien zu sein linderte alles ein wenig. Das änderte sich alles ziemlich schnell, die Ruhe war bald vorbei da mein Flug erst nach über 1h Verspätung endlich in Richtung Panama abhob. War natürlich klar, dass der Flug von Panama nach Rio de Janeiro sich damit natürlich erledigt hatte. So hiess es also noch eine Nacht Panama City geniessen. Copa Airlines hat ja das Hotel und alles bezahlt. Ich habe die Chance genutzt mich noch von Freunden zu verabschieden und hab mich nochmal ein letztes Mal ins Centroamerikanische Nachtleben geschmissen. Da mein Flieger erst am nächsten Abend ging gegen 9 und es den ganzen Tag wie wild regnete in Panama, hab ich den Tag im Kingsize Bett vorm Fernseher gechillt und war froh, als es endlich weiter ging nach Brasilien. Der Flug nach Rio de Janeiro war ruhig ich hatte die komplette Sitzreihe für mich und konnte somit richtig gut schlafen und bin erst pünktlich zum Frühstück wieder aufgewacht. In Rio ging der ganze Stress dann nochmal los. Copa Airlines hatte es leider irgendwie verpennt meinen Weiterflug nach Porto Alegre auch noch umzubuchen, das ganze Schauspiel zog sich dann noch gute 2h hin, keiner fühlte sich verantwortlich, das übliche eben. Irgendwann ging es dann aber doch und ich konnte einchecken. Das erste was ich in Brasilien gegessen habe war natürlich Pao de Queijo. Als Überraschung war meine Gastfamilie extra zum Flughafen gekommen, um mir die Zeit bis zu meinem Weiterflug zu versüßen. Es war so toll sie wiederzusehen nach knapp über einem Jahr. Und es kam mir wieder so vor wie beim ersten Mal. Mein Portugiesisch muss ich sagen hat sehr gelitten unter dem Spanisch das ganze Jahr, also hiess es wieder mit Händen und Füßen kommunizieren. Endlich angekommen in Porto Alegre hat mich Gabriela ( habe ich in Costa Rica zusammen mit Andrea kennengelernt) und wir sind erstmal ins neue Zu Hause gefahren. Nun bin ich seit nciht ganz ner Woche hier und fühle mich wieder wie zu Hause, ich habe viele neue Leute kennengelernt in der letzten Woche. Gabriela hat mich ertsmal ihrer ganzen Familie vorgstellt mir Porto Alegres tollen Orte gezeigt und wir haben viel erzählt und gelacht,Andrea hat mich ihrer Familie vorgestellt und ich fühle mich hier pudelwohl. Silvester haben wir mit Gabrielas Familie und Freunden verbracht über den Dächern von Porto Alegre war es einfach traumhaft die vielen Feuerwerke zu beobachten. Das letzte Jahr verging meiner Meinung nach viel zu schnell vorbei, ich denke oft an die Zeit in Costa Rica und denke oft darüber nach wie es nun genau weitergehen soll. Andrea und Gabriela helfen mir dabei sehr und dafür bin ich ihnen unheimlich dankbar. Man merkt eben sie sind eben auch Spezialisten auf ihrem Gebiet. Ich kann nicht mal genau sagen wieso ich mich zu ihnen hingezogen fühle, aber man könnte es Liebe auf den ersten Blick in Costa Rica nennen. Man lernt selten so wundervolle Menschen wie die beiden kennen. Ich hatte schon lange keine mehr so intensiven Konversationen und auch noch soviel Spaß dabei.
In diesem Sinne lass ich einfach mal die nächsten Wochen auf mich zukommen lassen und erstmal ein bisschen entspannen :-D Nach einem Jahr Zusammenarbeit mit Latinos habe ich das wirklich dringen nötig :-D
Ic habe vor langer Zeit eigentlich schon vorgehabt einen Blogeintrag online zustellen und hatte ihn sogar schon geschrieben, ich hänge ihn einfach hier noch mit an...... Fotos folgen sobald ich sie bekomme, ihr wisst ja Kamera weg und nu bin ich auf andere angewiesen :-D
December?Christmas?
Es ist Dezember, aber weihnachtliche Simmung kommt bei mir nicht auf. Zur Abwechslung regnet es zwar nicht, dafür stürmt es und ist unheimlich kalt. Gestern waren in San Jose um die 10 oder 11 Grad, bei mir zu hause 10 bis 15 km entfernt von San Jose hatten wir immerhin noch 13 bis14 Grad. Allerdings ohne Heizung im Haus ist es einfach nur kalt und man friert sich nachts richtig den A.... ab. Mich bedecken zur Zeit 3 Decken und dicke Socken verhindern das meine Füße sich in regelrechte Eisklumpen verwandeln. Ja da ist man minus Grade in Deutschland gewohnt, und denkt man kann hier doch nicht frieren, aber wie sehr ich im Moment die Heizung vermisse ist unbeschreiblich. Meine Gastfamilie hat einen riesen Weihnachtsbaum gekauft und der steht auch schon seit gut 2 Wochen hier rum, dazu kommt noch eine kleine Stadt die im hinteren Hausteil direkt vor meinem Zimmer aufgebaut wurde, etliche Kleinkram Weihnachtsschmucksachen und ein Haufen Lichterketten ums Haus herum. 2 Wochen hat der ganze Spass gedauert und ich habe unentlich viele Stühle Tische und sonstige Möbel mit meinem Gastdad von A nach B und dann nach C transportiert. Ich halte ja nicht soviel vom weihnachtlichen schmücken des Hauses und ich mag es dann auch gleich noch weniger, wenn das ganze Haus einmal umgeräumt werden muss. Jetzt steht alles, alle sind glücklich und ich kann das auch auf meiner To Do Liste abhaken.
Am Montag war mein offiziell letzter Arbeitstag im Büro, mit tollem Abschiedsfest, Bier und Wein. Offiziell letzter Arbeitstag, allerdings bleibe ich dem Büro noch etwas erhalten, zumindest, bis ich die Datenbank einmal komplett aktualisiert habe und in der Hoffnung, dass diese dann auch mit Liebe gepflegt wird. Ich bin nach zwischenzeitlichen Problemen im Büro zum IT Experten aufgestiegen was Global Link, Druckerpatronen, Lotus, Drucker im allgemeinen und überhaupt das Computerwesen angeht. Größte Herausforderung fürs Büro die Umstellung vom alten E Mailprogramm zu Google. Eigentlich total easy, gute 3h Skypekonferenz mit AFS International wo wirklich alles aber auch alles bis ins kleinste Detail erklärt wurde, wie was funktioniert und wie man die neuen Konten einrichtet und dann passiert es. Keine Ahnung wie und wieso, aber der zuständige hat wohl zuviel andere Sachen nebenbei gemacht, dass nachdem er dachte nun wäre alles gut alles falsch eingestellt wurde und zwar alle ein tolles neues Google Konto hatten, womit keiner was anfangen konnte. Der ganze Spass ging dann also von vorne los, Nenis und ich haben das dann einfach beide in die Hand genommen und nochmal ganz von vorne angefangen. Man hätte sich gute 2 Tage Arbeit sparen können,aber man kann sich natürlich auch 2 Tage Arbeit mehr machen. Ansonsen gab es nicht viel neues. Am 4. Dezember wurde AFS Costa Rica der Tag des Ehrenamts gefeiert. Da war einiges vorzubereiten, damit die Ehrenamtlichen an diesem Tag entspannen und feiern konnten. Wir haben eine Finca gemietet mit Poolanlage und haben etliche Spielgerätschaften und Verpflegung anreisen lassen, damit der Tag ein Erfolg wird. Seit Montag ist mein Programm also un beendet und somit habe ich super flexibe Arbeitszeiten, kann kommen wann ich will und gehen natürlich auch. Da ich keine Lust habe die ganzen letzten Tage zu Hause zu sitzen oder in San Jose rumzulungern kommt es mir gerade recht, dass noch was zu tun ist im Büro. Mir bleiben noch genau 10 Tage in Costa Rica, bevor mein Flugzeug in Richtung Brasilien abhebt. Der ganze Packstress geht gerade los, naja Packstress noch nicht eher das aussortieren der Sachen, die ich wohl hier lassen muss. Erstaunlich was man nach 11 Monaten so alles ansammelt.
Grüße aus der Ferne
Anne
Mittwoch, 24. November 2010
Goodbye Costa Rica and Hello Brasil
.......some crazy days, nights and hours passing by......the end of time is near but the adventure continues.
Sometimes you just get so many opportunities to get to know new people new cultures . I was thinking a lot about how my future will be once, what can I do after Costa Rica. Propably yes getting my Staatsexamen, of course that is part of my plans and my thoughts. My further plan was to come back to Germany, the middle of January, I just changed that plan, I will take a little bit more time for myself to find out what I really want to do and just stay a bit more far away from home. My next Stop is Brasil as soon as I can get a flight. I need something different, I have to get out, after 10/11 month I really need a change. My year in Costa Rica was awesome, yes there were many difficulties I had to run through, but who sad that exchange is an easy going vacation trip? Finally I can just say my year in Costa Rica was awesome. I made great friendsships, had a great Family, and my work was not that bad.I learned a lot about myself as well. It was totally different from my Exchange to Brasil some years ago and it was totally different from what I had expected before I had arrived in Costa Rica. I will miss it, I will miss everyone I must leave behind.
So what had happened the last time.
We got a visit from 2 really incredible Brasilian Girls. Andrea and Gabriela are Psychologists ( just visit the Homepage for more informations http://www.andreasebben.com.br/ingles/index.html). The workshops with them were EXCELLENT. I really loved to listen to everything they told us, and sometimes I found myself inside the words and stories. Those days were fantastic, I had really fun at work. So now I am going to Brasil to see them again. Its awesome.
I decided to take Portuguese lessons from now on. Its not that I cannot understand it, but I need to find the switch spanish to portuguese button in my head. Its blocked with spanish. Everything coming out of my mouth sounds spanish and even if I try hard to speak portuguese it sounds spanish.
I realized that there is only one month to go and less than 3 weeks of work.
The raining season turned into a ok not so much rain anymore season. It is still raining sometimes not that much but it is still raining.
The Conflict between Nicaragua and Costa Rica gets worst. I hope they can resolve that problem soon. Thinking about that stupid conflict, I really would like to kick someones ass/asses.
I got a piercing last week, had really nice conversations with my familiy, missed the birthday of my hostmum (the worst thing), talked with my brazilian family and friends,talked with my mum and dad in germany, started my portuguese lessons, gave german lessons, talked with my dogs at home, went to parties with my friends,.had those nice busdrives......seems to be a normal life or not?
greetz
anne
Sometimes you just get so many opportunities to get to know new people new cultures . I was thinking a lot about how my future will be once, what can I do after Costa Rica. Propably yes getting my Staatsexamen, of course that is part of my plans and my thoughts. My further plan was to come back to Germany, the middle of January, I just changed that plan, I will take a little bit more time for myself to find out what I really want to do and just stay a bit more far away from home. My next Stop is Brasil as soon as I can get a flight. I need something different, I have to get out, after 10/11 month I really need a change. My year in Costa Rica was awesome, yes there were many difficulties I had to run through, but who sad that exchange is an easy going vacation trip? Finally I can just say my year in Costa Rica was awesome. I made great friendsships, had a great Family, and my work was not that bad.I learned a lot about myself as well. It was totally different from my Exchange to Brasil some years ago and it was totally different from what I had expected before I had arrived in Costa Rica. I will miss it, I will miss everyone I must leave behind.
So what had happened the last time.
We got a visit from 2 really incredible Brasilian Girls. Andrea and Gabriela are Psychologists ( just visit the Homepage for more informations http://www.andreasebben.com.br/ingles/index.html). The workshops with them were EXCELLENT. I really loved to listen to everything they told us, and sometimes I found myself inside the words and stories. Those days were fantastic, I had really fun at work. So now I am going to Brasil to see them again. Its awesome.
I decided to take Portuguese lessons from now on. Its not that I cannot understand it, but I need to find the switch spanish to portuguese button in my head. Its blocked with spanish. Everything coming out of my mouth sounds spanish and even if I try hard to speak portuguese it sounds spanish.
I realized that there is only one month to go and less than 3 weeks of work.
The raining season turned into a ok not so much rain anymore season. It is still raining sometimes not that much but it is still raining.
The Conflict between Nicaragua and Costa Rica gets worst. I hope they can resolve that problem soon. Thinking about that stupid conflict, I really would like to kick someones ass/asses.
I got a piercing last week, had really nice conversations with my familiy, missed the birthday of my hostmum (the worst thing), talked with my brazilian family and friends,talked with my mum and dad in germany, started my portuguese lessons, gave german lessons, talked with my dogs at home, went to parties with my friends,.had those nice busdrives......seems to be a normal life or not?
greetz
anne
| Gabriela y Yo |
| Alonso y Nenis |
| Luis y yo |
Dienstag, 16. November 2010
Montag, 15. November 2010
¿Zeitlos?
Die letzten Wochen in Costa Rica brechen an, leider oder zum Glueck, das Gefuehl kann ich gerade nicht genau einordnen, eher zwiespaeltig, einerseits das Leben hier und der Gedanke hier zu bleiben auf der anderen Seite, Dinge und Menschen die ich in Deutschland doch vermisse . Aber noch bleiben mir einige Wochen, bevor ich mich mit dem Gedanken beschaeftigen muss, Wie geht es jetzt eigentlich genau weiter?
Fragen uebr Fragen denen ich mich spaeter widme.
Auf Arbeit passiert nicht so viel, dass es gross nennenswert ist. Arbeit eben, mal hier ein Besuch im Komite und in der Schule und mal da, zwischendurch ein bisschen Langeweile und warten auf den Feierabend. Zur Zeit ist Examenszeit, also gar keine Schulbesuche und nur warten auf Feierabend.
Highlight ist der Besuch von Andrea Sebben und Gabriela aus Brasilien. Gutes Duo sehr interessante Workshops, ein Licht im tristen Arbeitsalltag der grosse Freude bereitet und zudem mal wieder etwas Stress aufkommen ließ. Ansonsten eben nichts spannendes.
Arroz Frijoles Siempre wird mir immer ein Begriff sein, wenn ich an AFS Costa Rica denke. Es ist unglaublich, wieviel Reis mit Bohnen man hier ist und das beginnt am auch gerne mal am fruehen Morgen.
Auch sonst passiert nicht viel, der Alltag kehrt eben auch in der Ferne ein und irgendwann ist das was am Anfang spannend, aufregend, unfassbar war nur noch normal fuer einen.
Ich geniesse die Wochenenden, um das Nachtleben in San Jose zu erkunden, Freunde zu treffen, an den Strand zu fahren oder eben einfach zu schlafen.
Meine Tage sehen sich alle sehr aehnlich, frueh aufstehen, in den Bus und ab zur Arbeit, Zeit totschlagen und Abends eventuell noch ein bisschen in San Jose abhaengen und wieder nach Hause.
Ich koennte jetzt natuerlich ueber jede Party an jedem Wochenende was in meinen Blog schreiben, aber das ist nicht ganz Sinn und Zweck meiner Sache das hier im Blog zu verfassen.
Ansonsten habe ich ein paar der letzten Wochenenden am Strand verbracht, um dem Regen hier im Central Valley zu entkommen. Angekommen an der Karibikkueste hatte man aufeinmal komplett anderes Wetter. Sonne und ueber 30 Grad. Am Pazifik spielte sich genau das Gegenteil ab, ueberflutetet Strassen, Doerfer abgetrennt von der Aussenwelt, auch hier im Central Valley ist man foermlich abgesoffen. Ein unschoener Erdrutsch bedeutete den Tod fuer 21 Menschen. Es hat einfach nur durchgeregnte an diesen Tagen. Viele Doerfer im Land waren von der Ausssenwelt abgeschnitten, Strassen wurden durch das Wasser zu den reinsten Huckelpisten und man kam auch nicht wirklich raus aus San Jose und Umgebung, da zur Sicherheit aller die Strassen gesperrt wurden. Bis heute gibt es immer noch Orte die ohne Wasser ausharren muessen und die man schlecht erreichen kann.
Ganz anderes Thema aber auch was das ganze Land betrifft und etwas Sorge bereitet ist der Einzug der Nicaraguanischen Truppen in Costa Rica, die im Norden des Landes einfach mal auf Costaricanischem Boden die Flagge Costa Ricas gegen eine Nicaragua Flagge ausgetauscht haben. Berufen hat sich Nicaragua dabei auf eine Karte bei Googlemaps, wo die Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua um 2,7 km zu Gunsten von Nicaragua gesetzt wurde. Ich dachte erst das sei ein Witz. Langsam macht es mir eher Sorgen. Nicaragua ist nicht sehr einsichtig und will seine Truppen nicht zurueckziehen. Ein Krieg hier im Lande waere eine schlechte Sache, Costa Rica besitzt seit 1948 keine Truppen mehr und mit ihren Kleinen Minipistolen die die Polizei hier besitzt haetten sie gegen die Kalashnikovs der Nicaruagensischen Truppen so ueberhaupt keine Chance.Abwarten heisst es nun in diesem Falle und Hoffen, die Stimmung bei einigen Costaricanern gegenueber Nicas ist ja schon immer etwas erhitzt, langsam erreicht sie den Hoehepunkt und man kann nur hoffen, dass es nicht zum Vulkanausbruch kommt auf beiden Seiten. Ich bin erstaunt was es fuer einen Rassismus gegenueber Nicas hier gibt.
Abschliessend noch der Spruch der gerade am besten zur Situation hier passt, nachdem darueber gemeckert wurde, dass auf meinem Schreibtisch das total Chaos herrscht und wie ich es nur aushalten kann mit diesem Chaos.
Fragen uebr Fragen denen ich mich spaeter widme.
Auf Arbeit passiert nicht so viel, dass es gross nennenswert ist. Arbeit eben, mal hier ein Besuch im Komite und in der Schule und mal da, zwischendurch ein bisschen Langeweile und warten auf den Feierabend. Zur Zeit ist Examenszeit, also gar keine Schulbesuche und nur warten auf Feierabend.
Highlight ist der Besuch von Andrea Sebben und Gabriela aus Brasilien. Gutes Duo sehr interessante Workshops, ein Licht im tristen Arbeitsalltag der grosse Freude bereitet und zudem mal wieder etwas Stress aufkommen ließ. Ansonsten eben nichts spannendes.
Arroz Frijoles Siempre wird mir immer ein Begriff sein, wenn ich an AFS Costa Rica denke. Es ist unglaublich, wieviel Reis mit Bohnen man hier ist und das beginnt am auch gerne mal am fruehen Morgen.
Auch sonst passiert nicht viel, der Alltag kehrt eben auch in der Ferne ein und irgendwann ist das was am Anfang spannend, aufregend, unfassbar war nur noch normal fuer einen.
Ich geniesse die Wochenenden, um das Nachtleben in San Jose zu erkunden, Freunde zu treffen, an den Strand zu fahren oder eben einfach zu schlafen.
Meine Tage sehen sich alle sehr aehnlich, frueh aufstehen, in den Bus und ab zur Arbeit, Zeit totschlagen und Abends eventuell noch ein bisschen in San Jose abhaengen und wieder nach Hause.
Ich koennte jetzt natuerlich ueber jede Party an jedem Wochenende was in meinen Blog schreiben, aber das ist nicht ganz Sinn und Zweck meiner Sache das hier im Blog zu verfassen.
Ansonsten habe ich ein paar der letzten Wochenenden am Strand verbracht, um dem Regen hier im Central Valley zu entkommen. Angekommen an der Karibikkueste hatte man aufeinmal komplett anderes Wetter. Sonne und ueber 30 Grad. Am Pazifik spielte sich genau das Gegenteil ab, ueberflutetet Strassen, Doerfer abgetrennt von der Aussenwelt, auch hier im Central Valley ist man foermlich abgesoffen. Ein unschoener Erdrutsch bedeutete den Tod fuer 21 Menschen. Es hat einfach nur durchgeregnte an diesen Tagen. Viele Doerfer im Land waren von der Ausssenwelt abgeschnitten, Strassen wurden durch das Wasser zu den reinsten Huckelpisten und man kam auch nicht wirklich raus aus San Jose und Umgebung, da zur Sicherheit aller die Strassen gesperrt wurden. Bis heute gibt es immer noch Orte die ohne Wasser ausharren muessen und die man schlecht erreichen kann.
Ganz anderes Thema aber auch was das ganze Land betrifft und etwas Sorge bereitet ist der Einzug der Nicaraguanischen Truppen in Costa Rica, die im Norden des Landes einfach mal auf Costaricanischem Boden die Flagge Costa Ricas gegen eine Nicaragua Flagge ausgetauscht haben. Berufen hat sich Nicaragua dabei auf eine Karte bei Googlemaps, wo die Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua um 2,7 km zu Gunsten von Nicaragua gesetzt wurde. Ich dachte erst das sei ein Witz. Langsam macht es mir eher Sorgen. Nicaragua ist nicht sehr einsichtig und will seine Truppen nicht zurueckziehen. Ein Krieg hier im Lande waere eine schlechte Sache, Costa Rica besitzt seit 1948 keine Truppen mehr und mit ihren Kleinen Minipistolen die die Polizei hier besitzt haetten sie gegen die Kalashnikovs der Nicaruagensischen Truppen so ueberhaupt keine Chance.Abwarten heisst es nun in diesem Falle und Hoffen, die Stimmung bei einigen Costaricanern gegenueber Nicas ist ja schon immer etwas erhitzt, langsam erreicht sie den Hoehepunkt und man kann nur hoffen, dass es nicht zum Vulkanausbruch kommt auf beiden Seiten. Ich bin erstaunt was es fuer einen Rassismus gegenueber Nicas hier gibt.
Abschliessend noch der Spruch der gerade am besten zur Situation hier passt, nachdem darueber gemeckert wurde, dass auf meinem Schreibtisch das total Chaos herrscht und wie ich es nur aushalten kann mit diesem Chaos.
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?“
Albert Einstein
Gruesse aus der Ferne
Anne
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